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Bäche schützen Erosionen vermeiden

von Franziska Höfelschweiger

Wie viele Gemeinden hat Wurmsham ein Problem mit verschlammten Bächen, gleichzeitig verlieren die Landwirte wertvollen Humus von ihren Flächen sobald ein Starkregen niedergeht. Um dem entgegenzuwirken, hat das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern (ALE) das Flurneuordnungsverfahren Wurmsham eingeleitet. „Wir fördern nachhaltigen Boden- und Wasserschutz beginnend mit der Maßnahme entlang des Gifthaler Baches und unterstützen alle aktiven Bürger in unserer Initiative „boden:ständig“, erläuterte Josef Reidl, der zuständige Abteilungsleiter des Amtes. Bei der Übergabe der Einleitungsurkunde an Bürgermeisterin Maria Neudecker sagte er, dass in den nächsten Jahren die Gewässerstruktur des Bachlaufs verbessert, Bereiche für den Wasserrückhalt aktiviert und der Stoffeintrag von den landwirtschaftlichen Flächen minimiert werden sollen.

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Einträgen in den Gifthaler Bach und im Unterlauf traten von Zeit zu Zeit Hochwasserprobleme auf. In Teilbereichen brach bereits das Ufer ab und die Sohle tiefte sich ein. Im Vorfeld des Verfahrens der Ländlichen Entwicklung wurden im Rahmen der Initiative boden:ständig bereits mehrere Gespräche, Ortsbegehungen und gemeinsame Informationsveranstaltungen durchgeführt, um die Grundstückseigentümer und Bewirtschafter im Einzugsgebiet des Gifthaler Bachs für Verbesserungsmaßnahmen zu gewinnen.

Das Amt unterstützt die Gemeinde bei der notwendigen Bodenordnung und stellt hohe Fördermittel zur Umsetzung der Baumaßnahmen bereit. Eine Erweiterung des Verfahrensgebietes auf die Einzugsgebiete des Breitenauer Bachs und des Zellbachs der „Drei Quellen Gemeinde“ Wurmsham ist in Absprache mit den Grundstückseigentümern angedacht.

Bürgermeisterin Neudecker betonte die wichtige Bedeutung dieser Maßnahme, „weil durch Erosion und Hochwasser wertvoller Boden und damit auch das Geld der Landwirte in die Bäche geschwemmt werden“. Gemeinsam mit ihren Stellvertretern Manuel Schott und Siegfried Müller war sie froh über den „Startschuss“ zur Aufnahme der Gemeinde Wurmsham in dieses Förderprogramm. Auch Landschaftsarchitekt Berthold Riedel schilderte die vielen guten Möglichkeiten der Umsetzung und erwähnte die Vorarbeiten der Initiative boden:ständig.

„Beim Verfahren Wurmsham handelt es sich um ein sogenanntes wachsendes Verfahren, bei dem nach und nach Maßnahmen an weiteren Bachläufen im Gemeindegebiet umgesetzt werden können“, hob Andreas Schmidt vom Amt hervor. Mit dem Verfahren werden insbesondere ökologische Ziele verfolgt, weshalb alle Baumaßnahmen mit 80 % bezuschusst werden.

Besonders hervorgehoben wurde, dass die Umsetzung aktive Partner mit einem Zusammenwirken zwischen dem Amt für Ländliche Entwicklung, der Gemeinde und den Grundstücksanliegern der Gewässer braucht. Maßnahmen werden nur bei einer freiwilligen Beteiligung der Grundstückseigentümer realisiert. Interessierte Grundstückseigentümer erhalten bei der Gemeinde Wurmsham nähere Informationen über die Beteiligungsmöglichkeit.

 

Foto: Die drei Bürgermeister der Gemeinde Wurmsham mit Abteilungsleiter Josef Reidl und Sachbearbeiter Andreas Schmidt vom ALE, Landschaftsarchitekt Berthold Riedel und dem Grundstücksanlieger Peter Kraxenberger

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