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Drei-Quellen-Wanderung

von Redaktion

Kürzlich wurde vom Dritten Bürgermeister Siegfried Müller wieder eine Drei-Quellen-Wanderung organisiert. Berthold Riedel von der Initiative „boden:ständig“ führte die etwa 60 Teilnehmer in einer etwa zweieinhalb Stunden dauernden Führung durch die Natur und gab nicht nur Wissenswertes über das Quellgebiet selbst, sondern auch über die Flora und Fauna in diesem Landstrich weiter.


Man traf sich zunächst in Müllerthann an der Rottquelle. Siegfried Müller begrüßte die Gäste und freute sich über das überaus große Interesse dieser Veranstaltung. Bevor man weiter zur Bina-Quelle ging, wanderte man in den Feuchtwald, in dem die Rott gut sichtbar als Rinnsal zutage tritt. Die Rott, die als schmaler Quellbach nach Seifriedswörth die Gemeinde Wurmsham und damit auch den Landkreis Landshut verlässt, mündet nach etwa 109 Kilometer bei Schärding in den Inn.Landschaftsökologe Berthold Riedel betonte bei der mittlerweile sechsten Drei-Quellen-Wanderung, welchen Wert Wasserquellen und das Wasser als Lebensgrundlage überhaupt haben. „Früher wurden Quellen oftmals als geheimnisvolle, ja regelrecht heilige Orte angesehen“, so Riedel.Im Fichtenwald bei Kamhub findet sich der Quelltümpel der Bina. Hier ist ein idealer Lebensraum für Insekten und Tiere wie Feuersalamander oder Libellen. Auch ist zu sehen, dass Erlenarten die Fichten verdrängt haben und bestens als Uferbefestigung durch die tiefe Bewurzelung geeignet sind.Als Graben am Waldrand läuft die Bina in Richtung Gemeinde Bodenkirchen und ist dort bereits ein Bach. Von West nach Ost durchfließt sie die Binatal-Gemeinde Bodenkirchen und mündet nach etwa 30 Kilometer als größter Zufluss in die Rott.Weiter ging man bei der Wanderung zum Ursprung des Zellbachs, der sich aus mehreren Quellen speist. Nach dem Zusammenfluss der Quelläste verläuft der Zellbach in Richtung Velden. Dort mündet er in die Vils. Da die Vils in die Donau und die Rott in den Inn mündet, kann die Anhöhe nördlich von Müllerthann als Wasserscheide zwischen Donau und Inn angesehen werden. Dort war auch die letzte Station der Wanderung.

Quelle: Vilsbiburger Zeitung - Lokalteil Velden vom 15. April 2019

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