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Ehrenbürgerwürde für Maria Neudecker

von Redaktion

Ebenso Verleihung des Ehrentitels Altbürgermeisterin

Foto: Ehrenbürgerin und Altbürgermeisterin Maria Neudecker mit Bürgermeister Manuel Schott

Vom 1. Mai 2008 bis 30. April 2020 hat Maria Neudecker als ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Wurmsham gewirkt. In dieser Zeit hat sie mit großem Elan, Ideenreichtum und Durchsetzungskraft die „Drei-Quellen-Gemeinde“ Wurmsham weiterentwickelt und zukunftsträchtig geprägt. In Würdigung ihres Wirkens hat sie der Gemeinderat zur Ehrenbürgerin ernannt und ihr den Ehrentitel Altbürgermeisterin verliehen.

Durch die Beschränkungen der Coronakrise wurde der Festakt zeitlich verzögert und in einem kleinen Kreis mit dem Gemeinderat der Wahlperiode 2014 bis 2020, dem amtierenden Gemeinderat sowie der Anwesenheit von Ehrenbürgermeister und Altbürgermeister Hans Tiefenbeck durchgeführt.

Bürgermeister Manuel Schott würdigte in seiner Laudation das kommunalpolitische Wirken von Maria Neudecker. Vor ihrer Zeit als Bürgermeisterin gehörte sie achtzehn Jahre dem Kreistag Landshut mit intensiver Zuständigkeit im Umweltausschuss an, wobei in diese Zeit viele Neuorganisationen der Abfallwirtschaft und die Einrichtung der Altstoffsammelstellen gefallen sind. Nach zwölf Jahren als ehrenamtliche Bürgermeisterin hat sie sich nicht mehr zur Wahl gestellt. In ihrer Amtszeit konnte sie mit einer enormen Tatkraft; Innovation und größtem Fleiß viele Projekte initiieren, gestalten, umsetzen und voranbringen. Wichtig waren ihr dabei immer die Einbindung ihrer stellvertretenden Bürgermeister, des Gemeinderates und der Bürgerschaft. Die Gemeinde Wurmsham hat sie als „Drei-Quellen-Gemeinde“ zu einer Marke mit Alleinstellungsmerkmal entwickelt.

Beispielgebend für die vielen Maßnahmen in der Amtszeit von Maria Neudecker erwähnte Bürgermeister Manuel Schott die Zusammenlegung der Grundschule, die Generalsanierung und mit Anbau der Grundschule Pauluszell, die Umnutzung und Sanierung des Schulgebäudes in Seifriedswörth in ein Gemeindehaus, Straßensanierungen, die Sanierung der Kläranlagen und den Ausbau der Abwasserentsorgung, die Sanierung der Friedhöfe in Seifriedswörth und Pauluszell, den Breitbandausbau, Maßnahmen des Hochwasserschutzes, die Ausstattung des Bauhofs mit Maschinen und Geräten, den Kauf von zwei neuen Feuerwehrfahrzeugen, die Ausweisung von zwei Baugebieten, die Erweiterung des Gewerbegebiets "Eggersdorfener Feld", die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, die Montage von Photovoltaikanlagen auf den gemeindeeigenen Gebäuden, die Schaffung des Ortsmittelpunkts für Seifriedswörth mit dem Wirtshaus, die Herausgabe eines Heimatbuchs, den Bau der Kneipp-Anlage in Pauluszell mit Gründung eines Kneippvereins sowie die Einrichtung der Wohltätigkeitseinrichtung "Schenke". Vom Freistaat Bayern wurden verschiedene Maßnahmen der Gemeinde Wurmsham mit Staatspreisen anerkannt.

Ganz wichtig waren ihr die Ausschilderung und Beschilderung der drei Quellen und der naturkundlichen sowie geschichtlichen Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde, wozu unter anderem der Rundweg in der Gemeinde, Wanderungen zu den drei Quellen, das Alpenpanorama und der höchste Punkt des Landkreises Landshut gehören.

Insgesamt wirkte Maria Neudecker neben ihrer 40-jährigen Dienstzeit als Fachlehrerin 30 Jahre in der Kommunalpolitik. Sie war dabei auch 12 Jahre Verbandsrätin des Wasserzweckverbands der Binatal-Gruppe, Vorsitzende des Schulverbandes Pauluszell, Schirmherrin bei mehreren Vereinsjubiläen, sechs Jahre in der Bürgermeistervorstandschaft des Landkreises Landshut und Verbandsrätin im Berufsschulzweckverband Landshut. In den 90er Jahren wurden der Partnerschaftsverein Rayon Novosibirsk mit dem Landkreis Landshut, das Cimbernkuratorium und der Verein ARLAN - Archäologie im Landkreis Landshut gegründet. Bei diesen Organisationen hat Maria Neudecker zu den ersten Mitgliedern und Unterstützern gehört. Selbstverständlich war für sie die Mitgliedschaft in zahlreichen Vereinen in der Gemeinde Wurmsham. Hier erwähnte Bürgermeister Manuel Schott, dass Maria Neudecker zur Frauenlöschgruppe der Feuerwehr Wurmsham gehört hat, die als erste vollständige Gruppe von Frauen in Niederbayern Leistungsabzeichen abgelegt hat.

Bei all diesen Maßnahmen und zeitlichen Verpflichtungen stand für Maria Neudecker immer der einzelne Bürger im Vordergrund. Sie war Ansprechpartnerin in vielen Fragen des Gemeindelebens und in privaten Angelegenheiten.

Ganz in den Ruhestand hat sich die langjährige Kommunalpolitikerin nicht zurückgezogen. Als Vorsitzende des Kneipp-Vereins - 3-Quellen Pauluszell e. V. ist sie weiterhin aktiv und kann mit der von der Gemeinde geschaffenen und mittlerweile sehr gut besuchten Kneipp-Anlage am Zellbach in Pauluszell ein schönes Freizeitangebot für Interessenten aus nah und fern anbieten.

Sichtlich erfreut nahm Maria Neudecker die Ehrung entgegen. Sie betonte, dass ihr Wirken nur durch die Unterstützung von vielen anderen möglich gewesen ist. Dabei erwähnte sie ihre Familie, die stellvertretenden Bürgermeister Jakob Limmer, Siegi Müller und Manuel Schott, die Gemeinderatsmitglieder, die Verwaltung des Rathauses Velden, die Beschäftigten der Gemeinde Wurmsham und des Schulverbandes Pauluszell sowie viele Wegbegleiter und ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürgern.

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