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Landrat Dreier zu Gast in der Gemeinde Wurmsham

von Redaktion

Der Landkreis Landshut ist eine wirtschaftlich starke und weiter aufstrebende Region mit hoher Lebensqualität: Diese sicher mehr als erfreulichen Rahmenbedingungen führen zu einem steten Zuzug von Menschen in die Region, was für den Landkreis wie die Kommunen eine enorme Herausforderung darstellt, legte Landrat Peter Dreier dar auf einer Bürgerversammlung beim Wirt z’Seifriedswörth. Wurmshams Bürgermeisterin Maria Neudecker, die die Veranstaltung moderierte, freute sich, dem Landrat das Dorfwirtshaus als ein großartiges Beispiel für bürgerschaftliches Engagement vorstellen zu können. 

Gut 4000 freiwillige Arbeitsstunden und mehr als 2000 kostenlose Maschinen-Stunden: Dies und viel Herzblut haben zahlreiche Frauen und Männer investiert und damit dem kleinen Ort weit im Süden des Landkreises Landshut wieder einen Ortsmittelpunkt und eine Begegnungsstätte (mit kleinem Laden) beschert, kam Bürgermeisterin Maria Neudecker richtig ins Schwärmen. Dankbarkeit und Anerkennung für die Leistung der Bürger und auch ein wenig Stolz auf das am Beginn nicht unumstrittene, von der Gemeinde entscheidend unterstützte Projekt sprachen aus ihren Worten – und Heimatliebe aus ihrer kurzen Vorstellung der „Drei-Quellen-Gemeinde“ Wurmsham.  

Auch Landrat Dreier zollte diesem Engagement großen Respekt: Er löse gerne sein Versprechen ein, wiederzukommen, das er bei der Einweihung gemacht hatte. Dieses Gemeinsam-Anpacken, dieser Einsatz und diese Anteilnahme am öffentlichen Leben, wie sie bei diesem Dorfwirtshaus-Projekt deutlich geworden sei, zeigten, dass in Bayern die Uhren in einem sehr guten Sinne anders gingen als andernorts, betonte Dreier.

Mit seinen derzeit rund 159000 Einwohnern ist der Landkreis Landshut in punkto Bevölkerung (und übrigens auch flächenmäßig) der zweitgrößte Kreis Niederbayerns. Als er sein Amt angetreten hat, lag die Einwohnerzahl noch unter der 150000er-Marke; der nächste Kreistag werde aufgrund des Zuwachses zehn Kreisräte mehr und damit 70 Mandatsträger umfassen, legte der Landrat dar.

Dreier unterstrich die gute und enge Zusammenarbeit mit der ebenfalls wachsenden Stadt Landshut, auf die er großen Wert lege: Stadt und Landkreis seien eine Region, sie konkurrierten nicht miteinander, sondern vielmehr mit anderen Regionen in Ost- und Oberbayern und weit darüberhinaus. Daher müsse man auch gemeinsam anpacken und die Infrastruktur für die Menschen in diesem Raum sichern, anpassen und ausbauen. So könne man sicherstellen, dass die hervorragenden Zukunftschancen, die die Region habe, weiter in konkrete Erfolge umgemünzt werden.

Vielen Bürgern sei es nicht bewusst, dass Landratsämter gewissermaßen „Doppelbehörden“ sind, die zum einen Staats- und zum anderen eigene, Kreis-Aufgaben wahrnehmen: die Landrats-Abteilungen Veterinäramt, Bauamt und Gesundheitsamt zum Beispiel üben nach Bundes- und Landesvorschriften Staatsaufgaben aus wie die Erteilung von Baugenehmigungen, die Kfz-Zulassung, die Lebensmittelüberwachung oder den Vollzug von Immissionsschutz-Regelungen.

Gesetze und andere Vorschriften ließen freilich oft, nicht immer, Ermessungsspielräume. Und die nehme er auch wahr, erläuterte der Landrat, etwa im Baurecht, um es Gemeinden im ländlichen Raum zu ermöglichen, dass sie Baugebiete ausweisen können: Denn das wolle man ja, dass junge Leute am Ort bleiben, hier ihren Lebensmittelpunkt haben, sich in Vereinen und Verbänden, in der Feuerwehr oder auf anderen Gebieten ehrenamtlich engagieren, sich für die Gemeinschaft einbringen.

Von A bis Z, von der Abfallwirtschaft bis zur Zulassung von Autos oder Mopeds reicht das Aufgabenspektrum eines Landratsamts. Mit den Finanzmitteln aus der Kreisumlage und einem Haushaltsvolum von heuer rund 233 Millionen Euro bringe der Landkreis viele Projekte für die Gemeinschaft aller Bürger voran, betonte Dreier: zum Beispiel in den Bereichen Bildung, medizinische Versorgung und Verkehrsinfrastruktur, wo der Kreis ein Netz von 500 Kilometern gut ausgebauter Kreisstraßen unterhält.

Stichwort Schulen: Der Landkreis Landshut ist Sachaufwandsträger von 14 weiterführenden Schulen. Landrat Dreier listete eine ganze Reihe von millionenschweren Baumaßnahmen an Schulen auf – wie beim Gymnasium und der Realschule Vilsbiburg (die übrigens die größte Niederbayerns ist), an den Realschulen in Rottenburg und Neufahrn sowie am Gymnasium Ergolding, bei dem aufgrund gestiegener Schülerzahlen und die Wiedereinführung des G 9 umfangreiche Erweiterungsmaßnahmen notwendig sind.

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