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MdB Nicole Bauer besucht die Gemeinde Wurmsham

von Franziska Höfelschweiger

MdB Nicole Bauer beim Eintrag in das Goldene Buch und Bürgermeisterin Maria Neudecker, Foto: Archiv Velden
MdB Nicole Bauer beim Eintrag in das Goldene Buch und Bürgermeisterin Maria Neudecker, Foto: Archiv Velden

Kürzlich traf sich FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer mit Maria Neudecker, Bürgermeisterin der „Drei-Quellen-Gemeinde“ Wurmsham.

Neudecker berichtete, dass die Gemeinde die Schule in Pauluszell saniert, die Kläranlage neu ausgestattet sowie einen Geh- und Radweg nach Pauluszell gebaut hat. Das Gewerbegebiet sei vergrößert und Firmen angesiedelt worden.

In der ganzen Gemeinde seien 16 Hofzufahrten und mehrere Straßen erneuert oder neu gebaut worden, außerdem mehrere Kanäle und zwei Baugebiete sowie zwei Feuerwehrautos gekauft und ein Gemeindehaus eingerichtet worden. Der Hochwasserschutz ist in Planung.

Auch der Breitbandausbau auf 30 bis 50 MBit/s habe schnell und unkompliziert funktioniert, so Neudecker. Die schlechte Mobilfunkabdeckung jedoch bereite den Bürgern der Gemeinde Unannehmlichkeiten. Die vielfachen Bemühungen um Verbesserung seien bisher vergebens gewesen. Die nächste Breitbandausbaustufe könne voraussichtlich nicht realisiert werden. Der Grund dafür liegt darin, dass die Kommune aus 91 Ortsteilen besteht, damit ist die Personendichte für die Anbieter zu gering. Bauer regte an, dass die Digitalisierung einerseits Staatsaufgabe nach dem Konnexitätsprinzip sein müsse, andererseits Förderprogramme besser aufeinander abgestimmt sein sollten. Bauer sagte, es müssten regionale Pakete an die jeweiligen Mobilfunk- und Breitbandanbieter vergeben werden, damit sowohl dicht besiedelte Gebiete wie auch weitläufige ländliche Räume gleichermaßen flächendeckend gut versorgt würden.

Bürgermeisterin Neudecker stellte außerdem bedauernd fest, dass die Ortsmitten vieler Gemeinden verloren gingen. Es sei aber ein Stück Lebensqualität, einen Treffpunkt im Ort zu haben, wo sich Vereine und die Dorfbevölkerung treffen könnten. Viele Gemeinden stehen vor dem gleichen Problem und kaufen ihre Wirtshäuser. In Seifriedswörth habe die Gemeinde das Gasthaus gekauft, das wieder betrieben werden soll. Hier wird auch ein Dorfladen zur Förderung der Landwirtschaft und für Selbstvermarkter eingerichtet. Bauer stimmt ihr uneingeschränkt zu: „Ein Treffpunkt inmitten der Ortschaft ist ein entscheidendes Merkmal für die Heimat eines jeden Menschen. So könne es auch eine Möglichkeit für die Landwirte sein, ihre saisonalen und regionalen Produkte vor Ort zu vermarkten.“

Quelle: Vilsbiburger Zeitung – Lokalteil Velden vom 22. Juni 2018

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