Fotolia-Lizenzfoto #

Viel geschehen und viele anstehende Aufgaben - aus der Bürgerversammlung Wurmsham

von Redaktion

Bürgermeisterin Maria Neudecker, zweiter Bürgermeister Manuel Schott und dritter Bürgermeister Siegfried Müller
s. Text

Wurmsham. 75 Besucher informierten sich bei der Bürgerversammlung der Gemeinde Wurmsham über das aktuelle Gemeindegeschehen und nutzten die Möglichkeit zu Anfragen über verschiedene Themen. Im Bericht der Gemeinde zeigten sich die gesamte Bandbreite der kommunalen Aufgabenstellung und das vielschichtige ehrenamtliche Engagement.

Bürgermeisterin Maria Neudecker gab mit einer umfangreichen Power-Point-Präsentation einen umfassenden Rechenschaftsbericht über das gemeindliche Geschehen im abgelaufenen Jahr. Dabei informierte sie über die Arbeit des Gemeinderates, die gemeindlichen Finanzen, die durchgeführten Maßnahmen und anstehende Investitionen.

Stolz schilderte die Bürgermeisterin die Aktionen mit der Bezeichnung „Drei-Quellen-Gemeinde“. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal wurde viel erreicht. Als Beispiele nannte sie die Drei-Quellen-Wanderung mit vielen Besuchern sowie die erstmals durchgeführten und von Musikgruppen aus der Gemeinde hervorragend gestalteten und gut besuchten Drei-Quellen-Konzerte in den Kirchen im Gemeindegebiet. Die nächste von drittem Bürgermeister Siegfried Müller organisierte Dreiquellen-Wanderung mit Berthold Riedel findet am Sonntag 30. April 2016 um 14.00 Uhr statt. Treffpunkt ist an der Rottquelle. Dazu sind alle Interessenten aus nah und fern eingeladen.

Der Rückblick mit vielen Fotos zeigte einen Querschnitt auf die Veranstaltungen und Ereignisse im vergangenen Jahr sowie das vielschichtige Wirken der Vereine und von ehrenamtlichen Helfern auf, die für ein funktionierendes Gemeinschaftswesen unverzichtbar sind. Ein Erfolgsmodell ist die im Gemeindehaus in Seifriedswörth eingerichtete Schenke. Deshalb richtete die Bürgermeisterin einen besonderen Dank an alle Ehrenamtlichen und Verantwortlichen der Vereine, die einen unverzichtbaren Anteil am gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Leben in der Gemeinde leisten.

Ausführlich ging die Bürgermeisterin auf den Kauf und die anstehende Sanierung des Gasthauses in Seifriedswörth ein. Mit der Übergabe des Förderbescheides durch das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern kann die Maßnahme jetzt starten. Erfreulich ist dabei, dass unmittelbar nach der Baufreigabe von ehrenamtlichen Helfern mit den ersten freiwilligen Arbeiten begonnen wurde und viele Helfer bereits seit mehreren Wochen tatkräftig und unentgeltlich arbeiten. Positiver Effekt des genehmigten Verfahrens der einfachen Dorferneuerung sind Fördermöglichkeiten für private Hauseigentümer. Hier hofft die Gemeinde auf eine große Akzeptanz, die das Dorf aufwerten kann.

Für die Bauentwicklung in Wurmsham konnte die Gemeinde eine Fläche an der Weihprechtinger Straße erwerben. Dafür ist die Erstellung eines Entwurfs für den Bebauungsplan in Auftrag gegeben. Ein wichtiges Ziel ist die Grundstücksbeschaffung für den Bau eines Geh- und Radwegs entlang der Kreisstraße LA 1. Der Landkreis Landshut hat die Maßnahme durch die Gemeinden Velden, Wurmsham und Bodenkirchen im Jahr 2020 vorgesehen, oder wenn dafür der Grunderwerb gesichert ist, eventuell auch früher.

Im Ausblick auf die Aufgaben im Jahr 2017 und darüber hinaus bleibt die Sanierung von Straßen ein Dauerthema. Die zweite Stufe des Breitbandausbaus wird in einigen Wochen abgeschlossen sein. Dann verfügen etwa 80 % der Haushalte über eine sehr gute Bandbreite. In einer Gemeinde mit einer großen Streusiedlung bleiben dabei aber immer noch einige Bereiche unterversorgt. Deshalb laufen Überlegungen für den nächsten Ausbauschritt über noch nicht beanspruchte Landesmittel und das Bundesförderprogramm an.

Finanzbericht

Die wichtigsten Einnahmen des Verwaltungshaushaltes im Jahr 2016 waren die Grundsteuer mit 139.655 Euro, die Gewerbesteuer mit 590.527 Euro, die Beteiligung an der Einkommens- und Umsatzsteuer mit 570.098 Euro und die Schlüsselzuweisung mit 276.284 Euro. Größte laufende Ausgaben sind die Personalkosten mit 222.979 Euro, die Kreisumlage mit 638.246 Euro, die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft mit 119.438 Euro, die Schulumlagen mit 125.790 Euro, die Gewerbesteuerumlage mit 108.572 Euro und die Kosten für die Mitbenutzung von Kindergärten sowie Zahlungen für Gastkinderregelungen mit 183.627 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 525,08 Euro, wobei hier äußerst zinsgünstige Darlehen abgeschlossen sind und sich diese Verschuldung unter dem bayerischen Landesdurchschnitt für vergleichbare Gemeinden bewegt. Für die anstehenden Aufgaben ist über die Höhe der Darlehen hinaus in der Rücklage ein beruhigend großes Finanzpolster vorhanden.

Überaus wichtig ist der Bürgermeisterin das sachliche und lösungsorientierte Zusammenwirken im Gemeinderat. Mit zweitem Bürgermeister Manuel Schott und drittem Bürgermeister Siegfried Müller steht sie in engem Kontakt und wird von ihnen und den Mitgliedern des Gemeinderates tatkräftig unterstützt.

Erfreulich rege genutzt wurde der Tagesordnungspunkt Anfragen. Angesprochen wurden unter anderem Bedenken gegen die geplante Hähnchenmastanlage in Wies, die unzureichende Breitbandversorgung in Unterbreitenau, die Wiederaufstellung eines bei einem Verkehrsunfall in Wurmsham zerstörten Schülerwartehauses, die geplante Ausweisung eines Baugebiets in Wurmsham, die ungenügende Mobilfunkversorgung sowie die Probleme durch zwei namensgleiche Ortschaften im Gemeindegebiet mit dem Namen „Stadl“. Dazu nahmen Bürgermeisterin Maria Neudecker und Verwaltungsleiter Thomas Schratzenstaller Stellung. Mit dem Dank ihrer Stellvertreter Manuel Schott und Siegfried Müller für das engagierte Wirken von Maria Neudecker fand eine aufschlussreiche Bürgerversammlung ihren Abschluss.

Foto: Bürgermeisterin Maria Neudecker, zweiter Bürgermeister Manuel Schott und dritter Bürgermeister Siegfried Müller

 

Zurück