Dorfentwicklungsprojekt Dorfwirtschaft Seifriedswörth
Haushalt Wurmsham 2018

Gemeinderat Wurmsham beschließt Haushalt für 2018

Nach einem Rundgang auf der Baustelle des Gasthauses Seifriedswörth erhielt der Gemeinderat Wurmsham einen umfassenden Sachstandsbericht zur Breitbandversorgung. Lobend wurde die Gestaltung der neuen Fenster erwähnt. Die Bauarbeiten gehen zügig voran. Einstimmig beschlossen wurde der Haushaltsplan für das Jahr 2018.

In der Gemeinde Wurmsham ist der Ausbau der Breitbandversorgung schon weit vorangekommen. Alle bislang möglichen Förderungen wurden genutzt. Im Gegensatz zu einigen vergleichbaren Kommunen hat die Telekom Deutschland bei der Ausschreibung ein Angebot abgegeben und die beauftragten Arbeiten zwischenzeitlich abgeschlossen. Die Zusammenarbeit bei den beiden Ausbaustufen mit der Telekom war sehr gut und problemlos. Auch die beantragten Fördergelder werden zeitnah ausgezahlt. Mit der Technik „Vectoring“ hat die Telekom im bestehenden Ausbaugebiet ohne Kosten für die Gemeinde innerhalb der nächsten drei Jahre eine spürbare Leistungsverbesserung zugesichert. Allerdings bleibt das Problem der Dämpfung in den Kupferkabeln bestehen, so dass die Leistung mit dem Abstand zu den Kabelverzweigern abnimmt.

Nach den Ermittlungen des Büros Corwese haben noch 91 Haushalte eine Bandbreite von weniger als 30 Mbit/s. Dieser Ausbau gestaltet sich überaus schwierig. Er ist nur über Glasfaser sinnvoll. Ein Problem dabei ist die weit verzweigte Streusiedlung im Gemeindegebiet. Dafür müssten ca. 39 Kilometer Leitungen verlegt und 11 Verteiler gebaut werden. (siehe dazu gesonderten Pressebericht der Verwaltungsgemeinschaft Velden).

Kämmerer Peter Kiermeier erläuterte mit einer aussagekräftigen Präsentation und vielen Erklärungen die Daten des Haushaltsplans und informierte über die finanzielle Situation der Gemeinde. Im Vorjahr war eine Zuführung vom Vermögenshaushalt in den Verwaltungshaushalt mit einem Betrag von 266.700 Euro notwendig. Die Haushaltspläne der Gemeinde Wurmsham stehen aufgrund der schwankenden Gewerbesteuer stark unter der Wechselwirkung der damit verbundenen Berechnung der Kreisumlagen und der Schlüsselzuweisungen. Im Jahr 2018 kann ein wieder Betrag von 95.600 Euro vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt zugeführt werden.

Erfreulich ist die Amortisation der Investitionen von 174.000 Euro für die Montage von Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden mit einer Leistung von 101 kWp. Bislang wurden 580.310 kWh eingespeist und Einnahmen von 154.900 Euro netto erzielt. Für diese Einnahmen muss die Gemeinde Gewerbesteuer und Körperschaftssteuer zahlen.

Zum Jahresende 2018 hat die Gemeinde einen Schuldenstand pro Einwohner von 423 Euro. Die Rücklagen sind zum Jahresende 2018 bei Durchführung der geplanten Maßnahmen weitgehend aufgebraucht. Ab 2019 dürfte sich diese Situation wieder deutlich verbessern. Der Haushalt ist bei den vielen Investitionen und Baumaßnahmen recht zufriedenstellend ausgefallen. Eine Kreditaufnahme ist nicht erforderlich.

Die Gemeinde besitzt noch Baugrundstücke, die in nächster Zeit Rückflüsse in den Haushalt bringen. Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit jeweils 1.968.000 Euro und im Vermögenshaushalt mit Einnahmen und Ausgaben von jeweils 1.756.000 ab Eine Darlehensaufnahme ist nicht erforderlich. Die Hebesätze für die Grundsteuer und die Gewerbesteuer bleiben unverändert.

 

Verwaltungshaushalt 2018

Vermögenshaushalt 2018

Haushaltszahlen aus dem Jahr 2017

Haushalt 2017 der Gemeinde Wurmsham

aus dem Bericht zur Sitzung des Gemeinderats Wurmsham vom Mai 2017

Der Haushalt der Gemeinde Wurmsham ist in diesem Jahr von einem Rückgang der Gewerbesteuer geprägt. Aufgrund der kommunalen Finanzsystematik steigt durch die Steuereinnahmen aus den Vorjahren die Kreisumlage auf 728.100 Euro und die Schlüsselzuweisungen gehen deutlich auf 89.700 Euro zurück. Diese Situation kann die Gemeinde Wurmsham aufgrund der vorausschauenden Finanzkalkulation mit einem Teil der Rücklagen bewältigen.

Kämmerer Peter Kiermeier erläuterte mit einer umfassenden und aussagekräftigen Präsentation sowie detaillierten Erklärungen die wichtigsten Daten des Haushaltsplans samt Anlagen. Im Haushaltsjahr 2016 konnte ein Überschuss in Höhe von 99.100 erwirtschaftet werden. Damit ist die Rücklage zum Jahresende 2016 auf 1.880.000 Euro angestiegen. Zum Ausgleich des Verwaltungshaushaltes ist in diesem Jahr eine Zuführung aus dem Vermögenshaushalt von 363.500 Euro erforderlich. Erfreulich ist die Amortisation der Investitionen von 174.000 Euro für die Montage von Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden mit einer Leistung von 101 kWp. Bislang wurden 485.011 kWh eingespeist und Einnahmen von 126.700 Euro netto erzielt. Für diese Einnahmen muss auch die Gemeinde Gewerbesteuer und Körperschaftssteuer zahlen.

Die größten Ausgaben im Vermögenshaushalt sind der Breitbandausbau mit 547.000 Euro, der Beginn der Sanierung des Gasthauses Seifriedswörth mit 300.000 Euro, Straßenbaumaßnahmen mit 172.000 Euro, Grunderwerb mit 416.500 Euro und der Erwerb von beweglichen Sachen des Anlagevermögens mit 111.600 Euro.

Die Gemeinde besitzt noch baureife Grundstücke, die inklusive der Erschließungs- und Herstellungsbeiträgen für Wasser und Abwasser Einnahmen bringen. Durch den Erwerb von Bauland im Ort Wurmsham werden weitere Vermögenswerte geschaffen.

Bürgermeisterin Maria Neudecker bedankte sich bei Kämmerer Peter Kiermeier für die perfekte Präsentation, die fachkundige Ausarbeitung des Haushaltsplans und die professionelle Sachbearbeitung der gemeindlichen Finanzen.

Der Gemeinderat stimmte dem Haushaltsplan für das Jahr 2017 einstimmig zu. Er schließt in den Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes mit 1.768.000 Euro und in den Einnahmen und Ausgaben des Vermögenshaushaltes mit 2.577.000 Euro ab.

Grafiken zum Haushaltsplan 2017