Dorfentwicklungsprojekt Dorfwirtschaft Seifriedswörth
Haushalt Wurmsham 2019

Gute Finanzen und solide Finanzen mit Handlungsmöglichkeiten - Gemeinderat beschließt Haushalt 2019

Mit einem Volumen von 5.006.000 Euro jeweils in den Einnahmen und Ausgaben wird in diesem Jahr im Haushaltsplan erstmals in der Geschichte der Gemeinde Wurmsham die „Fünf-Millionen-Grenze“ überschritten. Kämmerer Peter Kiermeier konnte ein umfassendes Zahlenwerk mit einem guten Ergebnis vorlegen.

Auch in diesem Jahr zeigen sich die in der Gemeinde Wurmsham seit Jahren bekannte Auswirkungen der „Wellenbewegung“ bei den wichtigen Ansätzen. 2019 führt das zu positiven Entwicklungen mit Schlüsselzuweisungen von 632.600 Euro (+ 367.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr), einer Kreisumlage von 457.400 Euro (112.600 Euro weniger als im Vorjahr) und Gewerbesteuereinnahmen mit 287.000 Euro. Eine markante und stabile Einnahme ist die Beteiligung an der Einkommensteuer mit 721.000 Euro. Auf der Ausgabenseite sind Personalausgaben mit 254.000 Euro, Schulverbandsumlagen mit 121.800 Euro, die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft mit 145.900 Euro sowie Zahlungen für Kindergartennutzungen mit 202.200 Euro die größten Positionen. Als Saldo der Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes resultiert mit 681.000 Euro eine sehr gute Zuführung in den Vermögenhaushalt. Im Vorjahr lag dieser Ansatz um 585.400 Euro niedriger. Zudem ist mit höheren Gewerbesteuereinnahmen als im Haushaltsansatz vorgesehen zu rechnen. Im Umkehrschluss kommt es dadurch aufgrund der Berechnungsmodalitäten im Jahr 2021 wieder zu einer höheren Kreisumlage und niedrigeren Schlüsselzuweisungen.

Auf verschiedenen Dächern kommunaler Gebäude wurden in den Jahren 2010-2013 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 101 kWp und Kosten von 174.000 Euro installiert. Bisher wurden insgesamt 700.000 kWh mit Einnahmen von gesamt 171.000 Euro erzeugt. Somit handelt es sich um eine sehr profitable Investition. Die Gemeinde wurde aufgrund der erzielten Überschüsse gewerbesteuer- und körperschaftsteuerpflichtig.

Bei den Ausgaben im Vermögenshaushalt sind Ansätze für den Erwerb von Grundstücken, die weitere Erschließung des Gewerbegebiets Eggersdorfen, die Restzahlungen für die Sanierung des Gasthauses Seifriedswörth und für Straßensanierungen die prägenden Positionen. Für die Erweiterung des Kindergartens Eberspoint muss die Gemeinde Wurmsham entsprechend der vertraglichen Regelung an den Markt Velden einen Betrag von 187.000 Euro leisten. Davon werden 140.000 Euro im Jahr 2019 fällig. Dabei profitieren die Gemeinden Velden und Wurmsham von einer sehr guten staatlichen Förderung, so dass sich die Eigenbeteiligungen in einem relativ niedrigen und deutlich geringeren Rahmen als zunächst angenommen halten.

Die Gemeinde hat in den Jahren 2011 und 2012 Darlehen zu günstigen Konditionen aufgenommen. Durch die Tilgungsleistungen fällt der Schuldenstand pro Einwohner zum Jahresende 2019 um 50,17 Euro 360,15 Euro. Damit liegt Wurmsham deutlich unter dem Landesdurchschnitt von vergleichbaren Gemeinden. Im Jahr 2019 und darüber hinaus können alle geplanten Maßnahmen ohne neue Kredite finanziert werden und zum Jahresende 2019 bleiben noch Rücklagen für künftige Investitionen. Zudem verfügt die Gemeinde über Reserven aus den anstehenden Grundstücksveräußerungen im Neubaugebiet Wurmsham und im Gewerbegebiet „Eggersdorfener Feld“. Somit konnte Kämmerer Peter Kiermeier zusammenfassend eine gute Finanzlage bescheinigen.

Der Gemeinderat stimmte dem Haushaltsplan mit Einnahmen und Ausgaben von 2.460.000 Euro im Verwaltungshaushalt und Einnahmen und Ausgaben von 2.546.000 Euro im Vermögenshaushalt zu. Die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer bleiben unverändert. Der Finanzplan und das Investitionsprogramm zeigen die Handlungsfähigkeit für die kommenden Jahre auf.

Haushalt Wurmsham 2018

Gemeinderat Wurmsham beschließt Haushalt für 2018

Nach einem Rundgang auf der Baustelle des Gasthauses Seifriedswörth erhielt der Gemeinderat Wurmsham einen umfassenden Sachstandsbericht zur Breitbandversorgung. Lobend wurde die Gestaltung der neuen Fenster erwähnt. Die Bauarbeiten gehen zügig voran. Einstimmig beschlossen wurde der Haushaltsplan für das Jahr 2018.

In der Gemeinde Wurmsham ist der Ausbau der Breitbandversorgung schon weit vorangekommen. Alle bislang möglichen Förderungen wurden genutzt. Im Gegensatz zu einigen vergleichbaren Kommunen hat die Telekom Deutschland bei der Ausschreibung ein Angebot abgegeben und die beauftragten Arbeiten zwischenzeitlich abgeschlossen. Die Zusammenarbeit bei den beiden Ausbaustufen mit der Telekom war sehr gut und problemlos. Auch die beantragten Fördergelder werden zeitnah ausgezahlt. Mit der Technik „Vectoring“ hat die Telekom im bestehenden Ausbaugebiet ohne Kosten für die Gemeinde innerhalb der nächsten drei Jahre eine spürbare Leistungsverbesserung zugesichert. Allerdings bleibt das Problem der Dämpfung in den Kupferkabeln bestehen, so dass die Leistung mit dem Abstand zu den Kabelverzweigern abnimmt.

Nach den Ermittlungen des Büros Corwese haben noch 91 Haushalte eine Bandbreite von weniger als 30 Mbit/s. Dieser Ausbau gestaltet sich überaus schwierig. Er ist nur über Glasfaser sinnvoll. Ein Problem dabei ist die weit verzweigte Streusiedlung im Gemeindegebiet. Dafür müssten ca. 39 Kilometer Leitungen verlegt und 11 Verteiler gebaut werden. (siehe dazu gesonderten Pressebericht der Verwaltungsgemeinschaft Velden).

Kämmerer Peter Kiermeier erläuterte mit einer aussagekräftigen Präsentation und vielen Erklärungen die Daten des Haushaltsplans und informierte über die finanzielle Situation der Gemeinde. Im Vorjahr war eine Zuführung vom Vermögenshaushalt in den Verwaltungshaushalt mit einem Betrag von 266.700 Euro notwendig. Die Haushaltspläne der Gemeinde Wurmsham stehen aufgrund der schwankenden Gewerbesteuer stark unter der Wechselwirkung der damit verbundenen Berechnung der Kreisumlagen und der Schlüsselzuweisungen. Im Jahr 2018 kann ein wieder Betrag von 95.600 Euro vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt zugeführt werden.

Erfreulich ist die Amortisation der Investitionen von 174.000 Euro für die Montage von Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden mit einer Leistung von 101 kWp. Bislang wurden 580.310 kWh eingespeist und Einnahmen von 154.900 Euro netto erzielt. Für diese Einnahmen muss die Gemeinde Gewerbesteuer und Körperschaftssteuer zahlen.

Zum Jahresende 2018 hat die Gemeinde einen Schuldenstand pro Einwohner von 423 Euro. Die Rücklagen sind zum Jahresende 2018 bei Durchführung der geplanten Maßnahmen weitgehend aufgebraucht. Ab 2019 dürfte sich diese Situation wieder deutlich verbessern. Der Haushalt ist bei den vielen Investitionen und Baumaßnahmen recht zufriedenstellend ausgefallen. Eine Kreditaufnahme ist nicht erforderlich.

Die Gemeinde besitzt noch Baugrundstücke, die in nächster Zeit Rückflüsse in den Haushalt bringen. Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit jeweils 1.968.000 Euro und im Vermögenshaushalt mit Einnahmen und Ausgaben von jeweils 1.756.000 ab Eine Darlehensaufnahme ist nicht erforderlich. Die Hebesätze für die Grundsteuer und die Gewerbesteuer bleiben unverändert.

 

Verwaltungshaushalt 2018

Vermögenshaushalt 2018

Haushaltszahlen aus dem Jahr 2017

Haushalt 2017 der Gemeinde Wurmsham

aus dem Bericht zur Sitzung des Gemeinderats Wurmsham vom Mai 2017

Der Haushalt der Gemeinde Wurmsham ist in diesem Jahr von einem Rückgang der Gewerbesteuer geprägt. Aufgrund der kommunalen Finanzsystematik steigt durch die Steuereinnahmen aus den Vorjahren die Kreisumlage auf 728.100 Euro und die Schlüsselzuweisungen gehen deutlich auf 89.700 Euro zurück. Diese Situation kann die Gemeinde Wurmsham aufgrund der vorausschauenden Finanzkalkulation mit einem Teil der Rücklagen bewältigen.

Kämmerer Peter Kiermeier erläuterte mit einer umfassenden und aussagekräftigen Präsentation sowie detaillierten Erklärungen die wichtigsten Daten des Haushaltsplans samt Anlagen. Im Haushaltsjahr 2016 konnte ein Überschuss in Höhe von 99.100 erwirtschaftet werden. Damit ist die Rücklage zum Jahresende 2016 auf 1.880.000 Euro angestiegen. Zum Ausgleich des Verwaltungshaushaltes ist in diesem Jahr eine Zuführung aus dem Vermögenshaushalt von 363.500 Euro erforderlich. Erfreulich ist die Amortisation der Investitionen von 174.000 Euro für die Montage von Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Gebäuden mit einer Leistung von 101 kWp. Bislang wurden 485.011 kWh eingespeist und Einnahmen von 126.700 Euro netto erzielt. Für diese Einnahmen muss auch die Gemeinde Gewerbesteuer und Körperschaftssteuer zahlen.

Die größten Ausgaben im Vermögenshaushalt sind der Breitbandausbau mit 547.000 Euro, der Beginn der Sanierung des Gasthauses Seifriedswörth mit 300.000 Euro, Straßenbaumaßnahmen mit 172.000 Euro, Grunderwerb mit 416.500 Euro und der Erwerb von beweglichen Sachen des Anlagevermögens mit 111.600 Euro.

Die Gemeinde besitzt noch baureife Grundstücke, die inklusive der Erschließungs- und Herstellungsbeiträgen für Wasser und Abwasser Einnahmen bringen. Durch den Erwerb von Bauland im Ort Wurmsham werden weitere Vermögenswerte geschaffen.

Bürgermeisterin Maria Neudecker bedankte sich bei Kämmerer Peter Kiermeier für die perfekte Präsentation, die fachkundige Ausarbeitung des Haushaltsplans und die professionelle Sachbearbeitung der gemeindlichen Finanzen.

Der Gemeinderat stimmte dem Haushaltsplan für das Jahr 2017 einstimmig zu. Er schließt in den Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes mit 1.768.000 Euro und in den Einnahmen und Ausgaben des Vermögenshaushaltes mit 2.577.000 Euro ab.

Grafiken zum Haushaltsplan 2017